Sicherer surfen mit dem Microsoft® Internet Explorer®

Es ist wohl so, dass viele Nutzer eines Windows®-PCs den bereits vorhandenen Internet Explorer® (im folgenden nur IE genannt) zum Surfen im Netz verwenden. Da dieser aber durch seine Funktionen immer wieder als Einfalltor für Schädlinge auffällt, sollte man zumindest die Standardeinstellungen ändern.

Die Hauptrisiken liegen in den Funktionen wie ActiveX
®, ActiveScripting und (dies betrifft eigentlich alle aktuellen Browser) Java. Beachten sollten Sie auch, dass E-Mail-Programme wie Outlook® oder dessen Express-Variante HTML-E-Mails anhand der Einstellungen des IE behandeln.

 

Lösung: Arbeiten mit dem Zonenmodell und vertrauenswürdigen Sites.

Der IE verfügt über ein sogenanntes Zonenmodell. Dieses bietet die Möglichkeit Webseiten unterschiedlich zu behandeln.

Es gibt derzeit vier Zonen, die sich unterschiedlich einstellen lassen:

Internet - Lokales Intranet - Vertrauenswürdige Sites - Eingeschränkte Sites

Wichtig für die hier erklärte Arbeitsweise sind die Zonen "Internet" und "Vertrauenswürdige Sites".

 

Internetzone entschärfen

Zunächst sollte die Zone Internet so eingestellt sein, dass in dieser fast nichts mehr erlaubt ist.
Die Einstellungen hierzu erreichen Sie über das Startmenü > Einstellungen > Systemsteuerung > Internetoptionen > hier auf den Reiter "Sicherheit" gehen, das Symbol für die Zone Internet auswählen und im unteren Bereich auf den Button "Stufe anpassen" klicken.

Ich will hier nicht auf alle Funktionen im Detail eingehen, wenn Sie alles deaktivieren bzw. wo nicht möglich auf "Hohe Sicherheit" einstellen, genügt dies.

Ausnahmen, die wenig Risiko, aber mehr Komfort bieten:

Benutzerauthentifizierung > Anmeldung: "Nach Benutzernamen und Kennwort fragen"
Download > Dateidownload: "Zulassen"
Popupblocker verwenden: "Aktivieren"
Unverschlüsselte Formulardaten übermitteln: "Eingabeaufforderung"

 

Vertrauenswürdige Sites festlegen

Nun werden Sie beim Surfen feststellen, dass einige Seiten nicht richtig funktionieren, diese verwenden die eben deaktivierten Funktionen. Standardinternetseiten, wie auch diese, funktionieren weiterhin wie gewohnt.

Um nun aber die nicht funktionierenden Seiten wieder in Funktion zu setzen, müssen Sie zunächst entscheiden, ob Sie dem jeweiligen Anbieter der Site vertrauen!

Soll also eine Site wieder funktionieren, dessen Anbieter Sie vertrauen, markieren Sie in der Browseradresszeile beginnend mit HTTP:// bzw. HTTPS:// alles bis einschließlich der TopLevelDomain (.de, .com, .info etc.) und drücken Sie STRG+C (alternativ können Sie auch über das Menü "Bearbeiten" die Funktion "Kopieren" aufrufen).

Vertrauenswürdige Sites

Nun ist die Siteadresse in der Zwischenablage und Sie können diese den "Vertrauenswürdigen Sites" hinzufügen. Dazu gehen Sie im IE im Menü "Extras" auf "Internetoptionen", anschließend wieder auf den Reiter Sicherheit und markieren das Symbol für die "Vertrauenswürdigen Sites". Hier klicken Sie auf den Button "Sites", klicken einmal in die obere Eingabezeile und drücken STRG+V (alternativ können Sie die rechte Maustaste in der Eingabezeile drücken und "Einfügen" wählen),

Vertrauenswürdige Sites

jetzt klicken Sie einmal auf "Hinzufügen", entfernen beim Erstaufruf wie in diesem Beispiel den Haken bei "Für Sites dieser Zone ist eine Serverüberprüfung (https:) erforderlich" und gehen mit OK raus. Sollten Sie den unteren Haken nicht entfernen, können Sie nur verschlüsselte Seiten mit dem Vorspann HTTPS hinzufügen.

 

Alternativen

Alternativ könnte man auch, statt alles zu deaktivieren, alles auf Eingabeaufforderung setzen, das führt aber warscheinlich dazu, dass man die häufigen Fragen irgendwann nur noch blind mit OK bestätigt ...

Sie haben natürlich auch die Möglichkeit, einen anderen Browser wie z. B. Mozilla Firefox zu verwenden. Hier muss dann aber auch zur Sicherheit Java
abgeschaltet sein. Und es gibt leider immer noch viele Seiten, die auf Funktionen des IE aufbauen, was dann wieder zur obigen Lösung nötigt.
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